Flashovertraining für Atemschutzgeräteträger

Insgesamt zwölf Atemschutzgeräteträger der Feuerwehr Emsbüren haben zusammen mit weiteren Atemschutzgeräteträgern der Feuerwehr Salzbergen am letzten Freitag (31.05.2019) und Samstag (01.06.2019) an einer Heißbrandausbildung in einem Brandcontainer bei der Firma DELTA Safety & Protection GmbH in Sulingen teilgenommen.

Die Brandbekämpfung unter Atemschutz im Innenangriff zählt zu den gefährlichsten und schwierigsten Aufgaben einer Feuerwehrfrau oder eines Feuerwehrmannes. Nicht nur die hohen Temperaturen und das Feuer selbst stellen eine große Gefahr dar. Insbesondere der für den Menschen toxisch wirkende Brandrauch ist eine der Hauptgefahren, vor dem es sich zu schützen gilt.

Durch den immer besser werdenden vorbeugenden Brandschutz, ist die klassische Brandbekämpfung, insbesondere im Innenangriff, selten geworden. Das Training unter Atemschutz ist daher für alle Atemschutzgeräteträger ein regelmäßiger und unerlässlicher Bestandteil der Feuerwehraus- und fortbildung. Um die Gefahren noch besser kennen- und abschätzen zu lernen, besuchten zwölf Atemschutzgeräteträger der Feuerwehr Emsbüren am vergangenen Wochenende einen Brandcontainer der Firma DELTA Safety & Protection GmbH in Sulingen. Unter reellen Bedingungen konnte so die Innenbrandbekämpfung unter Atemschutz trainiert werden.

Nach einer kurzen theoretischen Gefahrenlehre sowie Unterweisung in das Lesen von Rauchgasen und das Führen von Strahlrohren im Innenangriff begann der praktische Teil der Ausbildung. In vollständiger Schutzbekleidung ging es für die 24 Teilnehmer aus Emsbüren und Salzbergen zunächst zu einer so genannten Wärmegewöhnungsübung in den Brandcontainer vor. Gezielt wurden durch das Verbrennen von Holzpaletten sowie Zufuhr und Entzug von Sauerstoff Rauchgasdurchzündungen herbeigeführt. Nicht nur die hierbei entstandenen hohen Temperaturen waren für die Teilnehmer eine neue Erfahrung. Auch das Verhalten des Brandrauchs war ebenso aufschluss- wie lehrrreich. Es konnten viele neue Schlüsse gezogen werden, die für Einsätze unter Atemschutz anwendbar sind. Die Temperaturen, die bei dieser Übung entstanden, waren trotz vollständiger Schutzkleidung bemerkenswert. Nicht wenige Teilnehmer stießen an ihre Belastungsgrenze.

Um weitere taktische Einsatzerfahrungen zu sammeln, wurde in einer zweiten Übung das richtige Öffnen von Türen zu Brandräumen trainiert. In vier Personen große Trupps ging es in den Brandcontainer vor, um die Tür zum Brandraum so zu öffnen, dass es trotz Sauerstoffzuführung zu keiner Durchzündung des Brandrauchs kommt. Dazu musste die Temperatur des Brandrauchs mit gezielten Wasserstößen heruntergekühlt werden.

In einer letzten Übung erlernten die Teilnehmer, Flammen gezielt und mit möglichst wenig Wassereinsatz kontrolliert „zurückzudrängen“. Im Anschluss wurde durch gezielte Wasserstöße ins offene Feuer deutlich, dass entstehender Wasserdampf eine enorme Hitzeentwicklung entfaltet. Es wurden mehrere Stöße Wasser ins Feuer abgegeben, bis die Temperaturen im Container soweit anstiegen, dass die Teilnehmer den sofortigen Rückzug antreten mussten.

Insgesamt konnten viele neue Erfahrungen und Lehren aus dieser Fortbildung gezogen werden. Alle Teilnehmer waren sich einig, für Einsätze unter Atemschutz ab nun noch besser gerüstet und vorbereitet zu sein. Alle Teilnehmer waren sich einig, durch dieses Seminar die Gefahren einer Innenbrandbekämpfung noch besser abschätzen und beurteilen zu können. Bewusst wurde allen, dass ein Atemschutzeinsatz mit hohen körperlichen Belastungen verbunden sein kann. Ein abschließender Dank gilt den Ausbildern der Firma DELTA Safety & Protection GmbH in Sulingen für dieses lehrreiche und informative Seminar. (SB)